Fach­informatiker/-in

Entwickelt Software oder plant und betreut IT-Systeme und Netzwerke.

Ø Ausbildungsvergütung
1.281 €
brutto/Monat über alle Jahre · ca. 1.010 € netto
1. Ausbildungsjahr
1.211 €
brutto/Monat · ca. 955 € netto
Durchfallquote 2024
5,8 %
Ø aller Berufe: 11,7 %
Schwierigkeit der Prüfung
eher leicht
abgeleitet aus der Durchfallquote

Ausbildungsvergütung

Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.

Ausbildungsvergütung Fachinformatiker/-in nach Ausbildungsjahr und Region
Region1. Jahr2. Jahr3. JahrØ gesamt
Deutschland1.211 €1.279 €1.356 €1.281 €
Westdeutschland inkl. Berlin1.213 €1.280 €1.358 €1.283 €
Ostdeutschland1.185 €1.254 €1.322 €1.256 €

Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.

Fach­informatiker/-in: Gehalt in allen Bundesländern

1. Ausbildungsjahr · brutto

Vergütung, neue Azubis und Durchfallquote nach Bundesland
Baden-Württemberg West
1.213 €
2.655 2,3 %
Bayern West
1.213 €
3.381 6,2 %
Berlin West
1.213 €
549 6,7 %
Brandenburg Ost
1.185 €
174 10,2 %
Bremen West
1.213 €
261 8,2 %
Hamburg West
1.213 €
474 8,9 %
Hessen West
1.213 €
1.392 6,9 %
Mecklenburg-Vorpommern Ost
1.185 €
150 7,3 %
Niedersachsen West
1.213 €
1.671 5,0 %
Nordrhein-Westfalen West
1.213 €
4.251 5,9 %
Rheinland-Pfalz West
1.213 €
720 7,0 %
Saarland West
1.213 €
186 6,6 %
Sachsen Ost
1.185 €
462 9,1 %
Sachsen-Anhalt Ost
1.185 €
183 7,7 %
Schleswig-Holstein West
1.213 €
450 4,8 %
Thüringen Ost
1.185 €
216 10,3 %

Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.

Netto-Rechner

Was bleibt dir als Fachinformatiker/-in im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.

€
Weitere Angaben
Zusatzbeitrag der Krankenkasse anpassen
%

2,9 % ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026. Den Satz deiner Krankenkasse findest du auf deren Website.

Geschätztes Netto pro Monat
–
von – brutto
Rentenversicherung (9,3 %)
–
Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
–
Pflegeversicherung
–
Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
–
Lohnsteuer
–
Abzüge gesamt
–

Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Was macht man als Fach­informatiker/-in?

Fachinformatiker/-innen sorgen dafür, dass die IT eines Unternehmens läuft. Je nach Fachrichtung programmierst du Anwendungen, richtest Server und Netzwerke ein, analysierst Daten und Geschäftsprozesse oder vernetzt Systeme und Maschinen. Ausgebildet wird bei IT-Dienstleistern und Softwarefirmen, aber auch in Industrie, Handel und Verwaltung.

Fachrichtungen und Schwerpunkte

  • Anwendungsentwicklung
  • Systemintegration
  • Daten- und Prozessanalyse
  • Digitale Vernetzung

Typische Aufgaben

  • Software planen, programmieren, testen und dokumentieren
  • Server, Clients und Netzwerke installieren und administrieren
  • IT-Sicherheit umsetzen, z. B. Backups, Berechtigungen und Updates
  • Anwenderinnen und Anwender bei IT-Problemen unterstützen
  • IT-Projekte planen und Kosten kalkulieren

Kernkompetenzen

  • Logisches und analytisches Denken
  • Programmier- und Netzwerkgrundlagen
  • IT-Sicherheit und Datenschutz
  • Fachenglisch
  • Strukturiertes Arbeiten und Dokumentieren

Voraussetzungen

Schulabschluss der neuen Azubis 2024

  • ohne Ersten Schulabschluss 1,3 %
  • Erster Schulabschluss 3,5 %
  • Mittlerer Schulabschluss 38,6 %
  • (Fach-)Hochschulreife 53,4 %
  • im Ausland erworben 3,2 %

Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Abschluss mit (Fach-)Hochschulreife (53,4 %).

Auf einen Blick

Ausbildungsdauer
3 Jahre
Zuständige Stelle
IHK
Ausbildungsbereich
Industrie und Handel
Neue Ausbildungsverträge 2024
17.175
Azubis insgesamt
48.495
Frauenanteil bei neuen Azubis
10,9 %

Das brauchst du zum Ausbildungsstart

Speziell für diesen Beruf

  • Einen Arbeitslaptop stellt in der Regel der Betrieb – am besten vorher nachfragen
  • Taschenrechner und Schreibzeug für die Berufsschule

Für alle Azubis

  • Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
  • Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
  • Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
  • Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
  • Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
  • Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
  • Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb

Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.

Prüfung & Schwierigkeit

Durchfallquote im Vergleich

Dieser Beruf
5,8 %
Ø alle Berufe
11,7 %

5,8 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.

Abschlussprüfungen 2024
14.916
davon bestanden
14.049
Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
95,6 %
Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
17,7 %

Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.

Schwierigkeit: eher leicht

Die Ausbildung ist theorielastig: Netzwerktechnik, Programmierlogik und Wirtschaftsthemen kommen in der Prüfung vor. Zum Abschluss gehört ein eigenes betriebliches Projekt mit Dokumentation und Präsentation.

Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.

Ähnliche Berufe

Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.