Daten & Methodik
Woher die Zahlen kommen, wie sie berechnet werden und wo ihre Grenzen liegen.
Ausbildungsvergütung
Quelle ist die Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. Das BIBB berechnet aus den Vereinbarungen von rund 500 Tarifbereichen durchschnittliche Vergütungen je Beruf und Ausbildungsjahr – für Deutschland insgesamt sowie getrennt für West- und Ostdeutschland. Berlin zählt dabei zu Westdeutschland.
- Die Werte gelten für tarifgebundene Betriebe. Tatsächlich gezahlte Vergütungen können nach Branche, Region und Betrieb deutlich abweichen.
- Für einzelne Bundesländer veröffentlicht das BIBB keine Berufswerte. Die Länderansicht zeigt deshalb den Wert des jeweiligen Landesteils (West oder Ost).
- Gibt es einen Beruf in mehreren Ausbildungsbereichen (z. B. Industrie und Handwerk), werden die Bereiche getrennt ausgewiesen. Als Hauptwert dient der Bereich mit den meisten Azubis.
- Fehlen tarifliche Vereinbarungen oder ist die Zahl der Azubis zu klein, weist das BIBB für einen Landesteil keinen Wert aus. Das wird auf den Berufsseiten angezeigt.
- Berufe ohne tarifliche Vergütungsregeln (z. B. Steuerfachangestellte) sind in der BIBB-Datenbank nicht enthalten und fehlen deshalb hier.
Prüfungen, neue Azubis und Schulabschlüsse
Quelle ist die Datenbank Auszubildende (DAZUBI) des BIBB auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Berichtsjahr 2024. Absolutwerte sind aus Datenschutzgründen auf ein Vielfaches von 3 gerundet.
- Durchfallquote = 100 % minus Erfolgsquote I. Die Erfolgsquote I ist der Anteil bestandener Abschlussprüfungen an allen Prüfungsteilnahmen eines Jahres, Wiederholungsprüfungen eingeschlossen. Das BIBB berechnet sie ab 20 Prüfungen. Über alle Berufe lag die Durchfallquote 2024 bei 11,7 %.
- „Bis Jahresende bestanden“ entspricht der Erfolgsquote II: dem Anteil der Prüflinge, die im Laufe des Jahres bestanden haben.
- Lösungsquote: Anteil der begonnenen Ausbildungsverträge, die vorzeitig gelöst werden (Schichtenmodell des BIBB). Sie ist keine Abbruchquote, weil viele Azubis nur Betrieb oder Beruf wechseln.
- Schulabschluss und Frauenanteil beziehen sich auf die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge.
Schwierigkeit
Die Einstufung leitet sich allein aus der Durchfallquote ab: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll. Sie sagt nichts über den persönlichen Lernaufwand aus und hängt auch davon ab, mit welcher Vorbildung Azubis in einem Beruf starten.
Netto-Schätzung
Die Netto-Werte sind eine Schätzung nach Rechtsstand 2026: Arbeitnehmeranteile von Renten- (9,3 %), Kranken- (7,3 % plus die Hälfte des Zusatzbeitrags, Standard 2,9 %), Pflege- (1,8 %, in Sachsen 2,3 %, Zuschlag 0,6 % für Kinderlose ab 23) und Arbeitslosenversicherung (1,3 %). Die Lohnsteuer wird über das Jahr mit dem Einkommensteuertarif 2026, Arbeitnehmer-Pauschbetrag, Sonderausgaben-Pauschbetrag und Vorsorgepauschale in Steuerklasse I geschätzt. Sonderzahlungen, Freibeträge und private Krankenversicherung werden nicht berücksichtigt.
Berufsbeschreibungen
Aufgaben, Kernkompetenzen, Hinweise zum Ausbildungsstart und die Einschätzung des Anspruchs sind eigene, redaktionell erstellte Texte. Sie geben einen allgemeinen Überblick; Inhalte und Anforderungen unterscheiden sich je nach Betrieb.
Aktualität und Haftung
Das BIBB veröffentlicht neue Vergütungsdaten in der Regel zu Jahresbeginn, die Berufsbildungsstatistik im Herbst. Alle Angaben wurden sorgfältig zusammengestellt, erfolgen aber ohne Gewähr. Sie ersetzen keine individuelle Beratung – verbindlich sind dein Ausbildungsvertrag, der geltende Tarifvertrag und die Auskünfte der zuständigen Stellen.