Maschinen- und Anlagen­führer/-in

Zweijährige Ausbildung zum Einrichten und Bedienen von Produktionsmaschinen.

Ø Ausbildungsvergütung
1.211 €
brutto/Monat über alle Jahre · ca. 955 € netto
1. Ausbildungsjahr
1.177 €
brutto/Monat · ca. 928 € netto
Durchfallquote 2024
8,3 %
Ø aller Berufe: 11,7 %
Schwierigkeit der Prüfung
eher leicht
abgeleitet aus der Durchfallquote

Ausbildungsvergütung

Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.

Ausbildungsvergütung Maschinen- und Anlagenführer/-in nach Ausbildungsjahr und Region
Region1. Jahr2. JahrØ gesamt
Deutschland1.177 €1.247 €1.211 €
Westdeutschland inkl. Berlin1.183 €1.254 €1.217 €
Ostdeutschland1.130 €1.194 €1.161 €

Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.

Maschinen- und Anlagen­führer/-in: Gehalt in allen Bundesländern

1. Ausbildungsjahr · brutto

Vergütung, neue Azubis und Durchfallquote nach Bundesland
Baden-Württemberg West
1.183 €
594 4,9 %
Bayern West
1.183 €
675 8,1 %
Berlin West
1.183 €
33 0,0 %
Brandenburg Ost
1.130 €
90 4,5 %
Bremen West
1.183 €
18 28,6 %
Hamburg West
1.183 €
21 7,7 %
Hessen West
1.183 €
216 7,9 %
Mecklenburg-Vorpommern Ost
1.130 €
48 12,5 %
Niedersachsen West
1.183 €
384 7,4 %
Nordrhein-Westfalen West
1.183 €
1.125 8,3 %
Rheinland-Pfalz West
1.183 €
258 8,3 %
Saarland West
1.183 €
33 –
Sachsen Ost
1.130 €
231 13,3 %
Sachsen-Anhalt Ost
1.130 €
108 6,7 %
Schleswig-Holstein West
1.183 €
102 7,7 %
Thüringen Ost
1.130 €
213 15,0 %

Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.

Netto-Rechner

Was bleibt dir als Maschinen- und Anlagenführer/-in im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.

€
Weitere Angaben
Zusatzbeitrag der Krankenkasse anpassen
%

2,9 % ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026. Den Satz deiner Krankenkasse findest du auf deren Website.

Geschätztes Netto pro Monat
–
von – brutto
Rentenversicherung (9,3 %)
–
Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
–
Pflegeversicherung
–
Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
–
Lohnsteuer
–
Abzüge gesamt
–

Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Was macht man als Maschinen- und Anlagen­führer/-in?

Maschinen- und Anlagenführer/-innen richten Produktionsanlagen ein, bedienen und überwachen sie – zum Beispiel in der Metall-, Kunststoff-, Lebensmittel- oder Textilindustrie. Du rüstest Maschinen um, kontrollierst die Qualität, behebst Störungen und wartest die Anlagen.

Typische Aufgaben

  • Maschinen und Anlagen einrichten und umrüsten
  • Produktionsprozesse überwachen
  • Qualität der Produkte prüfen
  • Störungen erkennen und beheben
  • Anlagen warten und reinigen

Kernkompetenzen

  • Technisches Verständnis
  • Aufmerksamkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Qualitätsbewusstsein
  • Bereitschaft zur Schichtarbeit

Voraussetzungen

Schulabschluss der neuen Azubis 2024

  • ohne Ersten Schulabschluss 3,5 %
  • Erster Schulabschluss 48,5 %
  • Mittlerer Schulabschluss 38,7 %
  • (Fach-)Hochschulreife 5,5 %
  • im Ausland erworben 3,8 %

Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Erster Schulabschluss (48,5 %).

Auf einen Blick

Ausbildungsdauer
2 Jahre
Zuständige Stelle
IHK
Ausbildungsbereich
Industrie und Handel
Neue Ausbildungsverträge 2024
4.146
Azubis insgesamt
7.569
Frauenanteil bei neuen Azubis
5,6 %

Das brauchst du zum Ausbildungsstart

Speziell für diesen Beruf

  • Sicherheitsschuhe und Arbeitskleidung stellt der Betrieb
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit

Für alle Azubis

  • Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
  • Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
  • Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
  • Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
  • Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
  • Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
  • Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb

Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.

Prüfung & Schwierigkeit

Durchfallquote im Vergleich

Dieser Beruf
8,3 %
Ø alle Berufe
11,7 %

8,3 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.

Abschlussprüfungen 2024
3.345
davon bestanden
3.069
Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
93,4 %
Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
29,3 %

Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.

Schwierigkeit: eher leicht

Die Prüfung bestehen die meisten. Danach ist eine verkürzte Weiterqualifizierung in verwandten Berufen möglich.

Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.

Ähnliche Berufe

Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.