• Gesundheit
  • 3,5 Jahre Ausbildung
  • Zuständig: Handwerkskammer

Orthopädieschuhmacher/-in

Fertigt Einlagen und orthopädische Maßschuhe für Menschen mit Fußproblemen.

Ø Ausbildungsvergütung
1.056 €
brutto/Monat über alle Jahre · ca. 833 € netto
1. Ausbildungsjahr
893 €
brutto/Monat · ca. 704 € netto
Durchfallquote 2024
9,1 %
Ø aller Berufe: 11,7 %
Schwierigkeit der Prüfung
eher leicht
abgeleitet aus der Durchfallquote

Ausbildungsvergütung

Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.

Ausbildungsvergütung Orthopädieschuhmacher/-in nach Ausbildungsjahr und Region
Region1. Jahr2. Jahr3. Jahr4. JahrØ gesamt
Deutschland893 €1.011 €1.128 €1.214 €1.056 €
Westdeutschland inkl. Berlin893 €1.011 €1.125 €1.214 €1.054 €
Ostdeutschland–––––

Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Für Ostdeutschland liegen in diesem Ausbildungsbereich keine tariflichen Durchschnittswerte vor (kein einschlägiger Tarifvertrag oder zu wenige Azubis). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.

Orthopädieschuhmacher/-in: Gehalt in allen Bundesländern

1. Ausbildungsjahr · brutto

Vergütung, neue Azubis und Durchfallquote nach Bundesland
Baden-Württemberg West
893 €
21 –
Bayern West
893 €
39 11,1 %
Berlin West
893 €
9 –
Brandenburg Ost
–
3 –
Bremen West
893 €
3 –
Hamburg West
893 €
3 –
Hessen West
893 €
18 –
Mecklenburg-Vorpommern Ost
–
6 –
Niedersachsen West
893 €
18 –
Nordrhein-Westfalen West
893 €
48 14,3 %
Rheinland-Pfalz West
893 €
12 –
Saarland West
893 €
3 –
Sachsen Ost
–
15 –
Sachsen-Anhalt Ost
–
3 –
Schleswig-Holstein West
893 €
0 –
Thüringen Ost
–
12 –

Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.

Netto-Rechner

Was bleibt dir als Orthopädieschuhmacher/-in im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.

€
Weitere Angaben
Zusatzbeitrag der Krankenkasse anpassen
%

2,9 % ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026. Den Satz deiner Krankenkasse findest du auf deren Website.

Geschätztes Netto pro Monat
–
von – brutto
Rentenversicherung (9,3 %)
–
Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
–
Pflegeversicherung
–
Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
–
Lohnsteuer
–
Abzüge gesamt
–

Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Was macht man als Orthopädieschuhmacher/-in?

Orthopädieschuhmacher/-innen helfen Menschen mit Fehlstellungen, Erkrankungen oder Behinderungen, wieder gut zu gehen. Du vermisst Füße, analysierst Gang und Druckverteilung, fertigst Einlagen, passt Konfektionsschuhe an und baust orthopädische Maßschuhe.

Typische Aufgaben

  • Füße vermessen und das Gangbild analysieren
  • Einlagen und Fußbettungen herstellen
  • Orthopädische Maßschuhe fertigen
  • Schuhe orthopädisch anpassen
  • Kundinnen und Kunden beraten

Kernkompetenzen

  • Handwerkliches Geschick
  • Interesse an Medizin und Anatomie
  • Einfühlungsvermögen
  • Sorgfalt
  • Umgang mit 3D-Scan und CAD

Voraussetzungen

Schulabschluss der neuen Azubis 2024

  • ohne Ersten Schulabschluss 1,4 %
  • Erster Schulabschluss 21,4 %
  • Mittlerer Schulabschluss 45,7 %
  • (Fach-)Hochschulreife 28,6 %
  • im Ausland erworben 2,9 %

Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Mittlerer Schulabschluss (45,7 %).

Auf einen Blick

Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
Zuständige Stelle
Handwerkskammer
Ausbildungsbereich
Handwerk
Neue Ausbildungsverträge 2024
210
Azubis insgesamt
621
Frauenanteil bei neuen Azubis
52,9 %

Das brauchst du zum Ausbildungsstart

Speziell für diesen Beruf

  • Arbeitskleidung und Schutzausrüstung stellt der Betrieb
  • Interesse an Handwerk und Medizin

Für alle Azubis

  • Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
  • Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
  • Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
  • Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
  • Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
  • Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
  • Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb

Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.

Prüfung & Schwierigkeit

Durchfallquote im Vergleich

Dieser Beruf
9,1 %
Ø alle Berufe
11,7 %

9,1 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.

Abschlussprüfungen 2024
132
davon bestanden
120
Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
95,2 %
Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
34,7 %

Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.

Schwierigkeit: eher leicht

Anatomie und präzises Handwerk sind gefragt. Die Vergütung ist eher niedrig, die Erfolgsquote hoch.

Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.

Ähnliche Berufe

Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.