- Bau & Ausbau
- 2 Jahre Ausbildung
- Zuständig: Handwerkskammer
Tiefbaufacharbeiter/-in
Zweijährige Bauausbildung für Straßen-, Kanal-, Rohrleitungs- und Gleisbau.
Ausbildungsvergütung
Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.
| Region | 1. Jahr | 2. Jahr | Ø gesamt |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 1.078 € | 1.271 € | 1.175 € |
| Westdeutschland inkl. Berlin | 1.078 € | 1.291 € | 1.182 € |
| Ostdeutschland | 1.077 € | 1.204 € | 1.146 € |
Je nach Ausbildungsbereich
Diesen Beruf gibt es in mehreren Bereichen mit eigenen Tarifverträgen. Ø über alle Jahre, Deutschland.
Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.
Tiefbaufacharbeiter/-in: Gehalt in allen Bundesländern
1. Ausbildungsjahr · brutto
| Baden-Württemberg West | 75 | 27,8 % | |
|---|---|---|---|
| Bayern West | 93 | 22,6 % | |
| Berlin West | 84 | 39,3 % | |
| Brandenburg Ost | 138 | 42,2 % | |
| Bremen West | 24 | 20,0 % | |
| Hamburg West | 24 | 12,5 % | |
| Hessen West | 147 | 34,9 % | |
| Mecklenburg-Vorpommern Ost | 69 | 63,6 % | |
| Niedersachsen West | 216 | 26,2 % | |
| Nordrhein-Westfalen West | 369 | 41,7 % | |
| Rheinland-Pfalz West | 60 | 47,6 % | |
| Saarland West | 33 | 33,3 % | |
| Sachsen Ost | 144 | 49,2 % | |
| Sachsen-Anhalt Ost | 117 | 53,3 % | |
| Schleswig-Holstein West | 123 | 15,6 % | |
| Thüringen Ost | 72 | 34,3 % |
Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.
Netto-Rechner
Was bleibt dir als Tiefbaufacharbeiter/-in im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.
- Rentenversicherung (9,3 %)
- –
- Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
- –
- Pflegeversicherung
- –
- Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
- –
- Lohnsteuer
- –
- Solidaritätszuschlag
- –
- Kirchensteuer
- –
- Abzüge gesamt
- –
Bis 325 € brutto im Monat (Geringverdienergrenze) zahlt der Betrieb die Sozialversicherungsbeiträge allein.
Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Was macht man als Tiefbaufacharbeiter/-in?
Tiefbaufacharbeiter/-innen arbeiten unter und auf der Erde: im Straßen-, Kanal-, Rohrleitungs-, Brunnen- oder Gleisbau. Die zweijährige Ausbildung ist die erste Stufe der Bauausbildung – mit einem dritten Jahr kannst du zum Beispiel Straßenbauer/-in oder Kanalbauer/-in werden.
Typische Aufgaben
- Baugruben und Gräben ausheben und sichern
- Rohre und Leitungen verlegen
- Pflaster und Tragschichten einbauen
- Baumaschinen bedienen
- Baustellen absichern
Kernkompetenzen
- Körperliche Fitness
- Teamarbeit
- Umgang mit Maschinen
- Arbeitssicherheit
- Zuverlässigkeit
Voraussetzungen
Schulabschluss der neuen Azubis 2024
- ohne Ersten Schulabschluss 7,9 %
- Erster Schulabschluss 54,2 %
- Mittlerer Schulabschluss 29,7 %
- (Fach-)Hochschulreife 4,2 %
- im Ausland erworben 4,0 %
Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Erster Schulabschluss (54,2 %).
Auf einen Blick
- Ausbildungsdauer
- 2 Jahre
- Zuständige Stelle
- Handwerkskammer
- Ausbildungsbereiche
- Handwerk, Industrie und Handel
- Neue Ausbildungsverträge 2024
- 1.788
- Azubis insgesamt
- 3.378
- Frauenanteil bei neuen Azubis
- 1,5 %
Das brauchst du zum Ausbildungsstart
Speziell für diesen Beruf
- Sicherheitsschuhe, Helm und Warnkleidung stellt der Betrieb
- Wetterfeste Kleidung
Für alle Azubis
- Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
- Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
- Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
- Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
- Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
- Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
- Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
- Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb
Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.
Prüfung & Schwierigkeit
Durchfallquote im Vergleich
37,8 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.
- Abschlussprüfungen 2024
- 1.692
- davon bestanden
- 1.053
- Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
- 67,1 %
- Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
- 39,7 %
Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.
Schwierigkeit: sehr anspruchsvoll
Die Durchfallquote ist eine der höchsten aller Ausbildungsberufe – mehr als jede dritte Prüfung wird nicht bestanden. Gezielte Prüfungsvorbereitung ist wichtig.
Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.
Ähnliche Berufe
Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Ø 1.021 € brutto · Durchfallquote 24,3 %
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Ø 981 € brutto · Durchfallquote 9,2 %
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Ø 1.332 € brutto · Durchfallquote 16,9 %
Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.