Tiefbau­facharbeiter/-in

Zweijährige Bauausbildung für Straßen-, Kanal-, Rohrleitungs- und Gleisbau.

Ø Ausbildungsvergütung
1.175 €
brutto/Monat über alle Jahre · ca. 926 € netto
1. Ausbildungsjahr
1.078 €
brutto/Monat · ca. 850 € netto
Durchfallquote 2024
37,8 %
Ø aller Berufe: 11,7 %
Schwierigkeit der Prüfung
sehr anspruchsvoll
abgeleitet aus der Durchfallquote

Ausbildungsvergütung

Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.

Ausbildungsvergütung Tiefbaufacharbeiter/-in nach Ausbildungsjahr und Region
Region1. Jahr2. JahrØ gesamt
Deutschland1.078 €1.271 €1.175 €
Westdeutschland inkl. Berlin1.078 €1.291 €1.182 €
Ostdeutschland1.077 €1.204 €1.146 €

Je nach Ausbildungsbereich

Diesen Beruf gibt es in mehreren Bereichen mit eigenen Tarifverträgen. Ø über alle Jahre, Deutschland.

Handwerk
1.175 €
Industrie und Handel
1.170 €

Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.

Tiefbau­facharbeiter/-in: Gehalt in allen Bundesländern

1. Ausbildungsjahr · brutto

Vergütung, neue Azubis und Durchfallquote nach Bundesland
Baden-Württemberg West
1.078 €
75 27,8 %
Bayern West
1.078 €
93 22,6 %
Berlin West
1.078 €
84 39,3 %
Brandenburg Ost
1.077 €
138 42,2 %
Bremen West
1.078 €
24 20,0 %
Hamburg West
1.078 €
24 12,5 %
Hessen West
1.078 €
147 34,9 %
Mecklenburg-Vorpommern Ost
1.077 €
69 63,6 %
Niedersachsen West
1.078 €
216 26,2 %
Nordrhein-Westfalen West
1.078 €
369 41,7 %
Rheinland-Pfalz West
1.078 €
60 47,6 %
Saarland West
1.078 €
33 33,3 %
Sachsen Ost
1.077 €
144 49,2 %
Sachsen-Anhalt Ost
1.077 €
117 53,3 %
Schleswig-Holstein West
1.078 €
123 15,6 %
Thüringen Ost
1.077 €
72 34,3 %

Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.

Netto-Rechner

Was bleibt dir als Tiefbaufacharbeiter/-in im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.

€
Weitere Angaben
Zusatzbeitrag der Krankenkasse anpassen
%

2,9 % ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026. Den Satz deiner Krankenkasse findest du auf deren Website.

Geschätztes Netto pro Monat
–
von – brutto
Rentenversicherung (9,3 %)
–
Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
–
Pflegeversicherung
–
Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
–
Lohnsteuer
–
Abzüge gesamt
–

Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Was macht man als Tiefbau­facharbeiter/-in?

Tiefbaufacharbeiter/-innen arbeiten unter und auf der Erde: im Straßen-, Kanal-, Rohrleitungs-, Brunnen- oder Gleisbau. Die zweijährige Ausbildung ist die erste Stufe der Bauausbildung – mit einem dritten Jahr kannst du zum Beispiel Straßenbauer/-in oder Kanalbauer/-in werden.

Typische Aufgaben

  • Baugruben und Gräben ausheben und sichern
  • Rohre und Leitungen verlegen
  • Pflaster und Tragschichten einbauen
  • Baumaschinen bedienen
  • Baustellen absichern

Kernkompetenzen

  • Körperliche Fitness
  • Teamarbeit
  • Umgang mit Maschinen
  • Arbeitssicherheit
  • Zuverlässigkeit

Voraussetzungen

Schulabschluss der neuen Azubis 2024

  • ohne Ersten Schulabschluss 7,9 %
  • Erster Schulabschluss 54,2 %
  • Mittlerer Schulabschluss 29,7 %
  • (Fach-)Hochschulreife 4,2 %
  • im Ausland erworben 4,0 %

Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Erster Schulabschluss (54,2 %).

Auf einen Blick

Ausbildungsdauer
2 Jahre
Zuständige Stelle
Handwerkskammer
Ausbildungsbereiche
Handwerk, Industrie und Handel
Neue Ausbildungsverträge 2024
1.788
Azubis insgesamt
3.378
Frauenanteil bei neuen Azubis
1,5 %

Das brauchst du zum Ausbildungsstart

Speziell für diesen Beruf

  • Sicherheitsschuhe, Helm und Warnkleidung stellt der Betrieb
  • Wetterfeste Kleidung

Für alle Azubis

  • Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
  • Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
  • Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
  • Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
  • Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
  • Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
  • Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb

Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.

Prüfung & Schwierigkeit

Durchfallquote im Vergleich

Dieser Beruf
37,8 %
Ø alle Berufe
11,7 %

37,8 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.

Abschlussprüfungen 2024
1.692
davon bestanden
1.053
Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
67,1 %
Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
39,7 %

Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.

Schwierigkeit: sehr anspruchsvoll

Die Durchfallquote ist eine der höchsten aller Ausbildungsberufe – mehr als jede dritte Prüfung wird nicht bestanden. Gezielte Prüfungsvorbereitung ist wichtig.

Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.

Ähnliche Berufe

Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.