Bäcker/-in

Backt Brot, Brötchen, Kuchen und Snacks – traditionell und mit moderner Technik.

Ø Ausbildungsvergütung
1.106 €
brutto/Monat über alle Jahre · ca. 872 € netto
1. Ausbildungsjahr
1.021 €
brutto/Monat · ca. 805 € netto
Durchfallquote 2024
18,4 %
Ø aller Berufe: 11,7 %
Schwierigkeit der Prüfung
anspruchsvoll
abgeleitet aus der Durchfallquote

Ausbildungsvergütung

Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.

Ausbildungsvergütung Bäcker/-in nach Ausbildungsjahr und Region
Region1. Jahr2. Jahr3. JahrØ gesamt
Deutschland1.021 €1.091 €1.232 €1.106 €
Westdeutschland inkl. Berlin1.021 €1.092 €1.232 €1.106 €
Ostdeutschland1.018 €1.087 €1.230 €1.111 €

Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.

Bäcker/-in: Gehalt in allen Bundesländern

1. Ausbildungsjahr · brutto

Vergütung, neue Azubis und Durchfallquote nach Bundesland
Baden-Württemberg West
1.021 €
282 15,3 %
Bayern West
1.021 €
444 23,1 %
Berlin West
1.021 €
66 7,1 %
Brandenburg Ost
1.018 €
39 20,0 %
Bremen West
1.021 €
12 –
Hamburg West
1.021 €
12 –
Hessen West
1.021 €
135 13,6 %
Mecklenburg-Vorpommern Ost
1.018 €
24 –
Niedersachsen West
1.021 €
189 25,8 %
Nordrhein-Westfalen West
1.021 €
303 23,2 %
Rheinland-Pfalz West
1.021 €
75 13,3 %
Saarland West
1.021 €
30 –
Sachsen Ost
1.018 €
153 14,7 %
Sachsen-Anhalt Ost
1.018 €
21 –
Schleswig-Holstein West
1.021 €
72 9,5 %
Thüringen Ost
1.018 €
48 11,1 %

Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.

Netto-Rechner

Was bleibt dir als Bäcker/-in im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.

€
Weitere Angaben
Zusatzbeitrag der Krankenkasse anpassen
%

2,9 % ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026. Den Satz deiner Krankenkasse findest du auf deren Website.

Geschätztes Netto pro Monat
–
von – brutto
Rentenversicherung (9,3 %)
–
Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
–
Pflegeversicherung
–
Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
–
Lohnsteuer
–
Abzüge gesamt
–

Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Was macht man als Bäcker/-in?

Bäcker/-innen stellen Teige her, formen und backen Brot, Brötchen, Feingebäck und Kuchen und entwickeln Snacks. Du arbeitest mit Rezepturen, steuerst Maschinen und Öfen, achtest auf Qualität und Hygiene und berechnest Mengen und Kosten.

Typische Aufgaben

  • Teige und Massen nach Rezepturen herstellen
  • Brot, Brötchen und Feingebäck formen und backen
  • Kuchen, Torten und Snacks herstellen
  • Öfen, Maschinen und Kühltechnik bedienen
  • Hygiene- und Qualitätsvorgaben einhalten

Kernkompetenzen

  • Handwerkliches Geschick
  • Hygienebewusstsein
  • Bereitschaft für frühe Arbeitszeiten
  • Kreativität
  • Rechnen mit Rezepturen

Voraussetzungen

Schulabschluss der neuen Azubis 2024

  • ohne Ersten Schulabschluss 9,5 %
  • Erster Schulabschluss 32,9 %
  • Mittlerer Schulabschluss 26,1 %
  • (Fach-)Hochschulreife 14,2 %
  • im Ausland erworben 17,4 %

Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Erster Schulabschluss (32,9 %).

Auf einen Blick

Ausbildungsdauer
3 Jahre
Zuständige Stelle
Handwerkskammer
Ausbildungsbereich
Handwerk
Neue Ausbildungsverträge 2024
1.899
Azubis insgesamt
4.104
Frauenanteil bei neuen Azubis
27,5 %

Das brauchst du zum Ausbildungsstart

Speziell für diesen Beruf

  • Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt – Pflicht vor Arbeitsbeginn
  • Arbeitskleidung und rutschfeste Schuhe – oft vom Betrieb
  • Keine Mehlstauballergie

Für alle Azubis

  • Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
  • Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
  • Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
  • Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
  • Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
  • Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
  • Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb

Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.

Prüfung & Schwierigkeit

Durchfallquote im Vergleich

Dieser Beruf
18,4 %
Ø alle Berufe
11,7 %

18,4 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.

Abschlussprüfungen 2024
1.206
davon bestanden
984
Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
84,1 %
Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
40,8 %

Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.

Schwierigkeit: anspruchsvoll

Sehr frühe Arbeitszeiten und Hitze in der Backstube. Für Azubis unter 18 gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz – ab 16 Jahren darf die Arbeit in Bäckereien frühestens um 5 Uhr beginnen.

Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.

Ähnliche Berufe

Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.