- IT & Elektro
- 3 Jahre Ausbildung
- Zuständig: IHK
Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement
Analysiert Geschäftsprozesse und treibt die Digitalisierung im Unternehmen voran.
Ausbildungsvergütung
Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.
| Region | 1. Jahr | 2. Jahr | 3. Jahr | Ø gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 1.241 € | 1.293 € | 1.393 € | 1.307 € |
| Westdeutschland inkl. Berlin | 1.241 € | 1.293 € | 1.393 € | 1.308 € |
| Ostdeutschland | – | – | – | – |
Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Für Ostdeutschland liegen in diesem Ausbildungsbereich keine tariflichen Durchschnittswerte vor (kein einschlägiger Tarifvertrag oder zu wenige Azubis). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.
Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement: Gehalt in allen Bundesländern
1. Ausbildungsjahr · brutto
| Baden-Württemberg West | 111 | 2,9 % | |
|---|---|---|---|
| Bayern West | 159 | 3,8 % | |
| Berlin West | 15 | – | |
| Brandenburg Ost | 3 | – | |
| Bremen West | 9 | – | |
| Hamburg West | 21 | – | |
| Hessen West | 57 | 9,1 % | |
| Mecklenburg-Vorpommern Ost | 9 | – | |
| Niedersachsen West | 78 | 0,0 % | |
| Nordrhein-Westfalen West | 261 | 4,2 % | |
| Rheinland-Pfalz West | 21 | – | |
| Saarland West | 3 | – | |
| Sachsen Ost | 12 | – | |
| Sachsen-Anhalt Ost | 15 | – | |
| Schleswig-Holstein West | 36 | 11,1 % | |
| Thüringen Ost | 3 | – |
Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.
Netto-Rechner
Was bleibt dir als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.
- Rentenversicherung (9,3 %)
- –
- Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
- –
- Pflegeversicherung
- –
- Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
- –
- Lohnsteuer
- –
- Solidaritätszuschlag
- –
- Kirchensteuer
- –
- Abzüge gesamt
- –
Bis 325 € brutto im Monat (Geringverdienergrenze) zahlt der Betrieb die Sozialversicherungsbeiträge allein.
Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Was macht man als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement?
Kaufleute für Digitalisierungsmanagement schauen sich an, wie in einem Unternehmen gearbeitet wird, und suchen digitale Lösungen dafür. Du wertest Daten aus, wählst Software aus, achtest auf Datenschutz und IT-Sicherheit und begleitest die Einführung neuer Systeme. Der Beruf hat die frühere Ausbildung zum Informatikkaufmann/zur Informatikkauffrau abgelöst.
Typische Aufgaben
- Geschäftsprozesse analysieren und digital verbessern
- Daten auswerten und aufbereiten
- Software und IT-Dienstleistungen auswählen und beschaffen
- Datenschutz und IT-Sicherheit berücksichtigen
- Mitarbeitende bei neuen Systemen schulen
Kernkompetenzen
- Prozessdenken
- Datenanalyse
- Wirtschaftliches Wissen
- Datenschutz und IT-Recht
- Präsentieren und Moderieren
Voraussetzungen
Schulabschluss der neuen Azubis 2024
- ohne Ersten Schulabschluss 0,7 %
- Erster Schulabschluss 2,2 %
- Mittlerer Schulabschluss 31,4 %
- (Fach-)Hochschulreife 63,5 %
- im Ausland erworben 2,2 %
Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Abschluss mit (Fach-)Hochschulreife (63,5 %).
Auf einen Blick
- Ausbildungsdauer
- 3 Jahre
- Zuständige Stelle
- IHK
- Ausbildungsbereich
- Industrie und Handel
- Neue Ausbildungsverträge 2024
- 813
- Azubis insgesamt
- 2.355
- Frauenanteil bei neuen Azubis
- 21,4 %
Das brauchst du zum Ausbildungsstart
Speziell für diesen Beruf
- Einen Arbeitslaptop stellt meist der Betrieb
- Taschenrechner für die Berufsschule
Für alle Azubis
- Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
- Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
- Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
- Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
- Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
- Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
- Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
- Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb
Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.
Prüfung & Schwierigkeit
Durchfallquote im Vergleich
3,8 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.
- Abschlussprüfungen 2024
- 702
- davon bestanden
- 675
- Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
- 97,4 %
- Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
- 16,3 %
Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.
Schwierigkeit: leicht
Die Ausbildung verlangt Verständnis für Wirtschaft und IT zugleich. Die meisten Azubis haben Abitur, entsprechend zügig ist das Tempo in der Berufsschule.
Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.
Ähnliche Berufe
Fachinformatiker/-in
Ø 1.281 € brutto · Durchfallquote 5,8 %
Elektroniker/-in (Handwerk)
Ø 1.077 € brutto · Durchfallquote 20,5 %
Elektroniker/-in für Betriebstechnik
Ø 1.335 € brutto · Durchfallquote 7,8 %
Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik
Ø 1.316 € brutto · Durchfallquote 6,4 %
Elektroniker/-in für Geräte und Systeme
Ø 1.326 € brutto · Durchfallquote 3,6 %
IT-System-Elektroniker/-in
Ø 1.293 € brutto · Durchfallquote 14,3 %
Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.