Tourismus­kaufmann/-frau

Berät zu Urlaubs- und Geschäftsreisen und stellt Reisen zusammen.

Ø Ausbildungsvergütung
918 €
brutto/Monat über alle Jahre · ca. 724 € netto
1. Ausbildungsjahr
805 €
brutto/Monat · ca. 635 € netto
Durchfallquote 2024
7,1 %
Ø aller Berufe: 11,7 %
Schwierigkeit der Prüfung
eher leicht
abgeleitet aus der Durchfallquote

Ausbildungsvergütung

Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.

Ausbildungsvergütung Tourismuskaufmann/-frau nach Ausbildungsjahr und Region
Region1. Jahr2. Jahr3. JahrØ gesamt
Deutschland805 €915 €1.060 €918 €
Westdeutschland inkl. Berlin805 €915 €1.059 €919 €
Ostdeutschland799 €911 €1.062 €911 €

Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.

Tourismus­kaufmann/-frau: Gehalt in allen Bundesländern

1. Ausbildungsjahr · brutto

Vergütung, neue Azubis und Durchfallquote nach Bundesland
Baden-Württemberg West
805 €
117 5,9 %
Bayern West
805 €
156 11,1 %
Berlin West
805 €
21 –
Brandenburg Ost
799 €
9 –
Bremen West
805 €
15 –
Hamburg West
805 €
24 –
Hessen West
805 €
84 0,0 %
Mecklenburg-Vorpommern Ost
799 €
15 –
Niedersachsen West
805 €
102 14,3 %
Nordrhein-Westfalen West
805 €
228 3,4 %
Rheinland-Pfalz West
805 €
45 14,3 %
Saarland West
805 €
15 –
Sachsen Ost
799 €
36 –
Sachsen-Anhalt Ost
799 €
30 –
Schleswig-Holstein West
805 €
33 –
Thüringen Ost
799 €
9 –

Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.

Netto-Rechner

Was bleibt dir als Tourismuskaufmann/-frau im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.

€
Weitere Angaben
Zusatzbeitrag der Krankenkasse anpassen
%

2,9 % ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026. Den Satz deiner Krankenkasse findest du auf deren Website.

Geschätztes Netto pro Monat
–
von – brutto
Rentenversicherung (9,3 %)
–
Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
–
Pflegeversicherung
–
Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
–
Lohnsteuer
–
Abzüge gesamt
–

Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Was macht man als Tourismus­kaufmann/-frau?

Tourismuskaufleute (Kaufleute für Privat- und Geschäftsreisen) arbeiten in Reisebüros, bei Reiseveranstaltern oder Geschäftsreise-Dienstleistern. Du berätst zu Reisezielen, buchst Flüge, Hotels und Bahnfahrten, stellst Pauschalreisen zusammen und hilfst, wenn unterwegs etwas schiefgeht.

Typische Aufgaben

  • Kundinnen und Kunden zu Reisen beraten
  • Flüge, Hotels und Mietwagen buchen
  • Reisen und Pakete kalkulieren
  • Reiseunterlagen und Abrechnungen erstellen
  • Reklamationen und Umbuchungen bearbeiten

Kernkompetenzen

  • Länderkenntnisse und Neugier
  • Fremdsprachen
  • Beratungs- und Verkaufstalent
  • Umgang mit Buchungssystemen
  • Geduld und Freundlichkeit

Voraussetzungen

Schulabschluss der neuen Azubis 2024

  • ohne Ersten Schulabschluss 0,6 %
  • Erster Schulabschluss 4,5 %
  • Mittlerer Schulabschluss 43,9 %
  • (Fach-)Hochschulreife 48,7 %
  • im Ausland erworben 2,2 %

Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Abschluss mit (Fach-)Hochschulreife (48,7 %).

Auf einen Blick

Ausbildungsdauer
3 Jahre
Zuständige Stelle
IHK
Ausbildungsbereich
Industrie und Handel
Neue Ausbildungsverträge 2024
942
Azubis insgesamt
2.361
Frauenanteil bei neuen Azubis
82,2 %

Das brauchst du zum Ausbildungsstart

Speziell für diesen Beruf

  • Gepflegte Kleidung für den Kundenkontakt
  • Englischkenntnisse auffrischen lohnt sich

Für alle Azubis

  • Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
  • Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
  • Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
  • Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
  • Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
  • Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
  • Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb

Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.

Prüfung & Schwierigkeit

Durchfallquote im Vergleich

Dieser Beruf
7,1 %
Ø alle Berufe
11,7 %

7,1 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.

Abschlussprüfungen 2024
378
davon bestanden
351
Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
93,6 %
Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
34,1 %

Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.

Schwierigkeit: eher leicht

Die tarifliche Vergütung gehört zu den niedrigsten unter den kaufmännischen Berufen. Die Prüfung bestehen die meisten.

Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.

Ähnliche Berufe

Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.