Werkstoffprüfer/-in

Prüft Metalle, Kunststoffe und Bauteile auf Festigkeit und Fehler.

Ø Ausbildungsvergütung
1.269 €
brutto/Monat über alle Jahre · ca. 1.001 € netto
1. Ausbildungsjahr
1.179 €
brutto/Monat · ca. 930 € netto
Durchfallquote 2024
1,5 %
Ø aller Berufe: 11,7 %
Schwierigkeit der Prüfung
leicht
abgeleitet aus der Durchfallquote

Ausbildungsvergütung

Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.

Ausbildungsvergütung Werkstoffprüfer/-in nach Ausbildungsjahr und Region
Region1. Jahr2. Jahr3. Jahr4. JahrØ gesamt
Deutschland1.179 €1.243 €1.331 €1.413 €1.269 €
Westdeutschland inkl. Berlin1.181 €1.249 €1.338 €1.424 €1.274 €
Ostdeutschland–––––

Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Für Ostdeutschland liegen in diesem Ausbildungsbereich keine tariflichen Durchschnittswerte vor (kein einschlägiger Tarifvertrag oder zu wenige Azubis). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.

Werkstoffprüfer/-in: Gehalt in allen Bundesländern

1. Ausbildungsjahr · brutto

Vergütung, neue Azubis und Durchfallquote nach Bundesland
Baden-Württemberg West
1.181 €
36 0,0 %
Bayern West
1.181 €
36 0,0 %
Berlin West
1.181 €
6 –
Brandenburg Ost
–
3 –
Bremen West
1.181 €
0 –
Hamburg West
1.181 €
0 –
Hessen West
1.181 €
6 –
Mecklenburg-Vorpommern Ost
–
3 –
Niedersachsen West
1.181 €
21 –
Nordrhein-Westfalen West
1.181 €
72 4,5 %
Rheinland-Pfalz West
1.181 €
9 –
Saarland West
1.181 €
6 –
Sachsen Ost
–
24 –
Sachsen-Anhalt Ost
–
6 –
Schleswig-Holstein West
1.181 €
0 –
Thüringen Ost
–
6 –

Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.

Netto-Rechner

Was bleibt dir als Werkstoffprüfer/-in im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.

€
Weitere Angaben
Zusatzbeitrag der Krankenkasse anpassen
%

2,9 % ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026. Den Satz deiner Krankenkasse findest du auf deren Website.

Geschätztes Netto pro Monat
–
von – brutto
Rentenversicherung (9,3 %)
–
Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
–
Pflegeversicherung
–
Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
–
Lohnsteuer
–
Abzüge gesamt
–

Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Was macht man als Werkstoffprüfer/-in?

Werkstoffprüfer/-innen untersuchen, ob Werkstoffe und Bauteile den Anforderungen entsprechen. Du führst Zug-, Härte- und Kerbschlagprüfungen durch, nutzt zerstörungsfreie Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen, untersuchst Gefüge unter dem Mikroskop und dokumentierst die Ergebnisse.

Fachrichtungen und Schwerpunkte

  • Metalltechnik
  • Kunststofftechnik
  • Wärmebehandlungstechnik
  • Systemtechnik

Typische Aufgaben

  • Proben vorbereiten und prüfen
  • Zerstörungsfreie Prüfungen durchführen
  • Gefüge unter dem Mikroskop untersuchen
  • Prüfmaschinen bedienen und kalibrieren
  • Prüfberichte erstellen

Kernkompetenzen

  • Naturwissenschaftliches Interesse
  • Genauigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Konzentration
  • Dokumentation

Voraussetzungen

Schulabschluss der neuen Azubis 2024

  • ohne Ersten Schulabschluss 1,3 %
  • Erster Schulabschluss 2,5 %
  • Mittlerer Schulabschluss 49,4 %
  • (Fach-)Hochschulreife 45,6 %
  • im Ausland erworben 1,3 %

Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Mittlerer Schulabschluss (49,4 %).

Auf einen Blick

Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
Zuständige Stelle
IHK
Ausbildungsbereich
Industrie und Handel
Neue Ausbildungsverträge 2024
237
Azubis insgesamt
765
Frauenanteil bei neuen Azubis
27,8 %

Das brauchst du zum Ausbildungsstart

Speziell für diesen Beruf

  • Schutzkleidung und Sicherheitsschuhe stellt der Betrieb
  • Taschenrechner für die Berufsschule

Für alle Azubis

  • Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
  • Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
  • Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
  • Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
  • Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
  • Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
  • Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb

Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.

Prüfung & Schwierigkeit

Durchfallquote im Vergleich

Dieser Beruf
1,5 %
Ø alle Berufe
11,7 %

1,5 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.

Abschlussprüfungen 2024
201
davon bestanden
198
Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
98,5 %
Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
19,3 %

Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.

Schwierigkeit: leicht

Physik, Chemie und Werkstoffkunde sind wichtig. Die Prüfung bestehen fast alle.

Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.

Ähnliche Berufe

Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.