Fachkraft für Gastronomie

Zweijährige Ausbildung für Service, einfache Küche und Gästebetreuung.

Ø Ausbildungsvergütung
1.165 €
brutto/Monat über alle Jahre · ca. 919 € netto
1. Ausbildungsjahr
1.114 €
brutto/Monat · ca. 878 € netto
Durchfallquote 2024
24,6 %
Ø aller Berufe: 11,7 %
Schwierigkeit der Prüfung
sehr anspruchsvoll
abgeleitet aus der Durchfallquote

Ausbildungsvergütung

Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.

Ausbildungsvergütung Fachkraft für Gastronomie nach Ausbildungsjahr und Region
Region1. Jahr2. JahrØ gesamt
Deutschland1.114 €1.224 €1.165 €
Westdeutschland inkl. Berlin1.119 €1.230 €1.170 €
Ostdeutschland1.040 €1.164 €1.104 €

Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.

Fachkraft für Gastronomie: Gehalt in allen Bundesländern

1. Ausbildungsjahr · brutto

Vergütung, neue Azubis und Durchfallquote nach Bundesland
Baden-Württemberg West
1.119 €
375 14,6 %
Bayern West
1.119 €
795 27,6 %
Berlin West
1.119 €
171 13,0 %
Brandenburg Ost
1.040 €
75 28,6 %
Bremen West
1.119 €
27 12,5 %
Hamburg West
1.119 €
105 7,4 %
Hessen West
1.119 €
180 42,3 %
Mecklenburg-Vorpommern Ost
1.040 €
165 22,9 %
Niedersachsen West
1.119 €
426 20,6 %
Nordrhein-Westfalen West
1.119 €
417 22,8 %
Rheinland-Pfalz West
1.119 €
105 18,7 %
Saarland West
1.119 €
18 14,3 %
Sachsen Ost
1.040 €
171 35,6 %
Sachsen-Anhalt Ost
1.040 €
108 35,0 %
Schleswig-Holstein West
1.119 €
144 25,0 %
Thüringen Ost
1.040 €
96 31,8 %

Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.

Netto-Rechner

Was bleibt dir als Fachkraft für Gastronomie im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.

€
Weitere Angaben
Zusatzbeitrag der Krankenkasse anpassen
%

2,9 % ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026. Den Satz deiner Krankenkasse findest du auf deren Website.

Geschätztes Netto pro Monat
–
von – brutto
Rentenversicherung (9,3 %)
–
Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
–
Pflegeversicherung
–
Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
–
Lohnsteuer
–
Abzüge gesamt
–

Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Was macht man als Fachkraft für Gastronomie?

Die Fachkraft für Gastronomie ist eine zweijährige Ausbildung für Restaurants, Hotels und die Systemgastronomie. Du bedienst Gäste, bereitest einfache Speisen und Getränke zu, hältst Räume und Arbeitsplätze in Ordnung und lernst Grundlagen in Warenwirtschaft und Abrechnung. Sie hat 2022 die Fachkraft im Gastgewerbe abgelöst.

Fachrichtungen und Schwerpunkte

  • Restaurantservice
  • Systemgastronomie

Typische Aufgaben

  • Gäste empfangen und bedienen
  • Getränke und einfache Speisen zubereiten
  • Tische eindecken und Räume vorbereiten
  • Waren annehmen und lagern
  • Kasse führen und abrechnen

Kernkompetenzen

  • Freundlichkeit
  • Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Hygienebewusstsein
  • Sicheres Rechnen

Voraussetzungen

Schulabschluss der neuen Azubis 2024

  • ohne Ersten Schulabschluss 9,0 %
  • Erster Schulabschluss 17,6 %
  • Mittlerer Schulabschluss 10,9 %
  • (Fach-)Hochschulreife 10,4 %
  • im Ausland erworben 52,1 %

Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Erster Schulabschluss (17,6 %).

Auf einen Blick

Ausbildungsdauer
2 Jahre
Zuständige Stelle
IHK
Ausbildungsbereich
Industrie und Handel
Neue Ausbildungsverträge 2024
3.375
Azubis insgesamt
5.739
Frauenanteil bei neuen Azubis
46,0 %

Das brauchst du zum Ausbildungsstart

Speziell für diesen Beruf

  • Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt – vor Arbeitsbeginn
  • Bequeme, rutschfeste Schuhe
  • Bereitschaft zu Abend- und Wochenendarbeit

Für alle Azubis

  • Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
  • Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
  • Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
  • Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
  • Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
  • Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
  • Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb

Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.

Prüfung & Schwierigkeit

Durchfallquote im Vergleich

Dieser Beruf
24,6 %
Ø alle Berufe
11,7 %

24,6 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.

Abschlussprüfungen 2024
1.803
davon bestanden
1.359
Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
80,0 %
Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
34,3 %

Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.

Schwierigkeit: sehr anspruchsvoll

Kurz und praxisnah, aber etwa jede vierte Prüfung wird nicht bestanden.

Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.

Ähnliche Berufe

Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.