- Gastronomie & Hotel
- 3 Jahre Ausbildung
- Zuständig: IHK
Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie
Berät und bedient Gäste im Restaurant und organisiert Veranstaltungen.
Ausbildungsvergütung
Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.
| Region | 1. Jahr | 2. Jahr | 3. Jahr | Ø gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 1.099 € | 1.220 € | 1.332 € | 1.204 € |
| Westdeutschland inkl. Berlin | 1.107 € | 1.228 € | 1.344 € | 1.212 € |
| Ostdeutschland | 1.022 € | 1.150 € | 1.236 € | 1.127 € |
Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.
Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie: Gehalt in allen Bundesländern
1. Ausbildungsjahr · brutto
| Baden-Württemberg West | 516 | 17,2 % | |
|---|---|---|---|
| Bayern West | 717 | 19,7 % | |
| Berlin West | 93 | 7,1 % | |
| Brandenburg Ost | 129 | 21,4 % | |
| Bremen West | 33 | – | |
| Hamburg West | 45 | 18,2 % | |
| Hessen West | 195 | 16,1 % | |
| Mecklenburg-Vorpommern Ost | 240 | 13,9 % | |
| Niedersachsen West | 372 | 15,9 % | |
| Nordrhein-Westfalen West | 465 | 13,5 % | |
| Rheinland-Pfalz West | 192 | 11,1 % | |
| Saarland West | 48 | – | |
| Sachsen Ost | 282 | 7,4 % | |
| Sachsen-Anhalt Ost | 120 | 15,0 % | |
| Schleswig-Holstein West | 123 | 20,0 % | |
| Thüringen Ost | 144 | 20,8 % |
Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.
Netto-Rechner
Was bleibt dir als Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.
- Rentenversicherung (9,3 %)
- –
- Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
- –
- Pflegeversicherung
- –
- Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
- –
- Lohnsteuer
- –
- Solidaritätszuschlag
- –
- Kirchensteuer
- –
- Abzüge gesamt
- –
Bis 325 € brutto im Monat (Geringverdienergrenze) zahlt der Betrieb die Sozialversicherungsbeiträge allein.
Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Was macht man als Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie?
Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sind Gastgeber/-innen im Service. Du berätst Gäste zu Speisen und Getränken, servierst, bereitest Getränke zu, planst Bankette und Feiern und kümmerst dich um Abrechnung und Organisation. Der Beruf hat 2022 den Restaurantfachmann/die Restaurantfachfrau abgelöst.
Typische Aufgaben
- Gäste empfangen, beraten und bedienen
- Speisen und Getränke servieren
- Getränke zubereiten und Weine empfehlen
- Veranstaltungen und Bankette planen
- Abrechnen und Reservierungen verwalten
Kernkompetenzen
- Freundlichkeit
- Getränke- und Speisenkunde
- Belastbarkeit
- Organisationstalent
- Fremdsprachen
Voraussetzungen
Schulabschluss der neuen Azubis 2024
- ohne Ersten Schulabschluss 4,2 %
- Erster Schulabschluss 14,7 %
- Mittlerer Schulabschluss 29,3 %
- (Fach-)Hochschulreife 17,4 %
- im Ausland erworben 34,3 %
Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Mittlerer Schulabschluss (29,3 %).
Auf einen Blick
- Ausbildungsdauer
- 3 Jahre
- Zuständige Stelle
- IHK
- Ausbildungsbereich
- Industrie und Handel
- Neue Ausbildungsverträge 2024
- 3.723
- Azubis insgesamt
- 8.121
- Frauenanteil bei neuen Azubis
- 60,4 %
Das brauchst du zum Ausbildungsstart
Speziell für diesen Beruf
- Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt – vor Arbeitsbeginn
- Bequeme schwarze Schuhe; Servicekleidung oft vom Betrieb
- Bereitschaft für Abend- und Wochenendarbeit
Für alle Azubis
- Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
- Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
- Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
- Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
- Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
- Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
- Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
- Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb
Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.
Prüfung & Schwierigkeit
Durchfallquote im Vergleich
15,3 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.
- Abschlussprüfungen 2024
- 1.395
- davon bestanden
- 1.182
- Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
- 88,1 %
- Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
- 42,0 %
Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.
Schwierigkeit: anspruchsvoll
Viel auf den Beinen und Arbeit zu typischen Freizeitzeiten. Die Prüfung ist machbar, die Vertragslösungsquote aber hoch.
Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.
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Ø 1.223 € brutto · Durchfallquote 16,6 %
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Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.