Fachkraft Küche

Zweijährige Ausbildung für die Zubereitung von Speisen in Küchen.

Ø Ausbildungsvergütung
1.175 €
brutto/Monat über alle Jahre · ca. 926 € netto
1. Ausbildungsjahr
1.123 €
brutto/Monat · ca. 885 € netto
Durchfallquote 2024
23,9 %
Ø aller Berufe: 11,7 %
Schwierigkeit der Prüfung
sehr anspruchsvoll
abgeleitet aus der Durchfallquote

Ausbildungsvergütung

Tarifliche Durchschnittswerte pro Monat, Stand 1. Oktober 2025.

Ausbildungsvergütung Fachkraft Küche nach Ausbildungsjahr und Region
Region1. Jahr2. JahrØ gesamt
Deutschland1.123 €1.229 €1.175 €
Westdeutschland inkl. Berlin1.132 €1.238 €1.182 €
Ostdeutschland1.017 €1.167 €1.109 €

Gut zu wissen: Das sind tarifliche Durchschnittswerte. Dein Betrieb kann mehr zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe dürfen höchstens 20 % unter dem üblichen Tarif liegen, aber nie unter der Mindestausbildungsvergütung (Beginn 2026: 724 € im 1. Jahr). Netto-Werte: Schätzung 2026, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer.

Fachkraft Küche: Gehalt in allen Bundesländern

1. Ausbildungsjahr · brutto

Vergütung, neue Azubis und Durchfallquote nach Bundesland
Baden-Württemberg West
1.132 €
102 11,1 %
Bayern West
1.132 €
228 33,3 %
Berlin West
1.132 €
54 22,2 %
Brandenburg Ost
1.017 €
30 –
Bremen West
1.132 €
9 –
Hamburg West
1.132 €
24 –
Hessen West
1.132 €
69 11,1 %
Mecklenburg-Vorpommern Ost
1.017 €
69 –
Niedersachsen West
1.132 €
93 14,3 %
Nordrhein-Westfalen West
1.132 €
117 25,0 %
Rheinland-Pfalz West
1.132 €
24 –
Saarland West
1.132 €
6 –
Sachsen Ost
1.017 €
69 18,2 %
Sachsen-Anhalt Ost
1.017 €
39 –
Schleswig-Holstein West
1.132 €
24 –
Thüringen Ost
1.017 €
45 –

Tarifliche Durchschnittswerte weist das BIBB nur für West- (inkl. Berlin) und Ostdeutschland aus – Länder desselben Landesteils zeigen daher denselben Wert. Neue Ausbildungsverträge und Durchfallquoten sind echte Länderwerte (2024). Die Netto-Ansicht berücksichtigt den höheren Pflegeversicherungsbeitrag in Sachsen.

Netto-Rechner

Was bleibt dir als Fachkraft Küche im Monat? Wähle Ausbildungsjahr und Bundesland.

€
Weitere Angaben
Zusatzbeitrag der Krankenkasse anpassen
%

2,9 % ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026. Den Satz deiner Krankenkasse findest du auf deren Website.

Geschätztes Netto pro Monat
–
von – brutto
Rentenversicherung (9,3 %)
–
Krankenversicherung (7,3 % + ½ Zusatzbeitrag)
–
Pflegeversicherung
–
Arbeitslosenversicherung (1,3 %)
–
Lohnsteuer
–
Abzüge gesamt
–

Schätzung für 2026: Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Was macht man als Fachkraft Küche?

Die Fachkraft Küche ist eine zweijährige Ausbildung für alle, die schnell in der Küche durchstarten wollen. Du bereitest Speisen vor und zu, hältst Hygienestandards ein, lagerst Lebensmittel und unterstützt den Küchenbetrieb in Restaurants, Kantinen und Hotels. Danach kannst du verkürzt Koch/Köchin werden.

Typische Aufgaben

  • Lebensmittel vorbereiten und verarbeiten
  • Einfache Gerichte und Komponenten zubereiten
  • Speisen portionieren und anrichten
  • Waren annehmen und lagern
  • Arbeitsplatz und Geräte reinigen

Kernkompetenzen

  • Teamfähigkeit
  • Hygienebewusstsein
  • Belastbarkeit
  • Sorgfalt
  • Schnelligkeit

Voraussetzungen

Schulabschluss der neuen Azubis 2024

  • ohne Ersten Schulabschluss 12,0 %
  • Erster Schulabschluss 27,1 %
  • Mittlerer Schulabschluss 14,8 %
  • (Fach-)Hochschulreife 7,2 %
  • im Ausland erworben 38,9 %

Rechtlich ist für die duale Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. In diesem Beruf hatten die meisten neuen Azubis einen Erster Schulabschluss (27,1 %).

Auf einen Blick

Ausbildungsdauer
2 Jahre
Zuständige Stelle
IHK
Ausbildungsbereich
Industrie und Handel
Neue Ausbildungsverträge 2024
996
Azubis insgesamt
1.632
Frauenanteil bei neuen Azubis
22,6 %

Das brauchst du zum Ausbildungsstart

Speziell für diesen Beruf

  • Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt – Pflicht vor Arbeitsbeginn
  • Rutschfeste Arbeitsschuhe; Kochjacke oft vom Betrieb

Für alle Azubis

  • Unterschriebener Ausbildungsvertrag – bei Minderjährigen unterschreiben auch die Eltern
  • Steuer-Identifikationsnummer – sie steht im Brief des Bundeszentralamts für Steuern oder auf früheren Lohnabrechnungen
  • Sozialversicherungsnummer – falls du noch keine hast, kümmert sich deine Krankenkasse darum
  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse – als Azubi bist du selbst pflichtversichert
  • Girokonto für deine Vergütung – viele Banken bieten kostenlose Konten für Azubis
  • Unter 18: Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (nicht älter als 14 Monate)
  • Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) – du führst ihn ab dem ersten Tag, oft digital
  • Schulsachen für die Berufsschule – die Anmeldung übernimmt meist der Betrieb

Gut zu wissen: Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die du für die Ausbildung im Betrieb und für die Prüfungen brauchst, muss dein Ausbildungsbetrieb kostenlos stellen (§ 14 BBiG). Persönliche Schutzausrüstung stellt ebenfalls der Arbeitgeber.

Prüfung & Schwierigkeit

Durchfallquote im Vergleich

Dieser Beruf
23,9 %
Ø alle Berufe
11,7 %

23,9 % der Abschlussprüfungen im Jahr 2024 wurden nicht bestanden (inklusive Wiederholungsprüfungen). Im Schnitt aller Berufe waren es 11,7 %.

Abschlussprüfungen 2024
327
davon bestanden
249
Prüflinge, die bis Jahresende bestanden haben
78,3 %
Vorzeitig gelöste Verträge (Lösungsquote)
39,8 %

Die Lösungsquote ist keine Abbruchquote: Viele wechseln nur den Betrieb oder den Beruf.

Schwierigkeit: sehr anspruchsvoll

Eine kurze Ausbildung, aber die Durchfallquote ist relativ hoch. Arbeit am Abend und Wochenende ist üblich.

Einstufung nach Durchfallquote: unter 5 % leicht · 5 bis unter 10 % eher leicht · 10 bis unter 15 % mittel · 15 bis unter 22 % anspruchsvoll · ab 22 % sehr anspruchsvoll.

Ähnliche Berufe

Quellen: BIBB, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025); BIBB, Datenbank Auszubildende (DAZUBI), Berichtsjahr 2024, auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Beschreibung: eigene Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr – Daten & Methodik.